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Maskenbild für Double Mixte – Winterproduktion der Musikhochschule Freiburg

  • Autorenbild: Faye Ryan
    Faye Ryan
  • vor 14 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit
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Foto: Maurice Korbel

Es ist bereits das elfte Jahr, in dem ich die Winterproduktion der Hochschule für Musik Freiburg gemeinsam mit meiner Kollegin Aline Manyas begleite. Für mich ist diese Produktion ein fester Bestandteil meines Kalenders.


In diesem Jahr bestand die Produktion aus zwei einaktigen Opern:

„Le Testament de la Tante Caroline“ und „Alexandre Bis“.


Die Inszenierung lebt von klaren Bildern, präziser Musik und einer bewussten Reduktion in Kostüm und Maskenbild, wodurch die einzelnen Charaktere besonders gut zur Geltung kommen.



Vorbereitung & Zusammenarbeit


In der Vorbereitung haben wir, Aline und ich, uns mit der Kostümbildnerin Juliane Hollerbach zusammengesetzt und die Looks für die Produktion besprochen.

Die Kostüme sind bewusst sehr einheitlich gehalten. Dadurch bekommt das Maskenbild eine wichtige Rolle, um die einzelnen Figuren sichtbar zu machen.


Der Chor trägt dabei ein einheitliches Maskenbild, während sich die Solist:innen nur in kleinen Details unterscheiden – zum Beispiel durch eine andere Frisur oder eine leicht veränderte Lippenfarbe. Als Orientierung dienten die 1920er-Jahre. Nicht als historisch genaue Vorlage, sondern als ruhige, reduzierte Stimmung, die zur Inszenierung passt.


Reduktion als gestalterisches Prinzip


handgelegte_wasserwelle

Alle Darsteller:innen teilen im Kern eine ähnliche Basis – eine reduzierte Farbpalette, klare Linien und zurückhaltende Flächen. Gerade dadurch entstehen die Unterschiede, die auf der Bühne sichtbar werden, obwohl die Kostüme einheitlich sind.


Die Charaktere werden über Details erzählt:

Augen- und Lippenform sowie Farbigkeit der Lippen.

Frisuren wie Wasserwellen, klare Scheitel oder glatt zurückgelegtes Haar.

Kleine Variationen, die im Gesamtbild Wirkung zeigen.


Die Looks sind bewusst reduziert – nicht als Verzicht, sondern als gestalterische Entscheidung.

So kann das Maskenbild unterstützen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.



Teamarbeit, Ruhe & Kontinuität


Ein großer Teil der Arbeit findet während der Proben und Aufführungen direkt im Maskenraum statt. Hier geht es weniger um Veränderung als um Konstanz. Gerade bei einer Hochschulproduktion ist diese Ruhe wichtig, damit sich die Sänger:innen auf Musik, Text und Spiel konzentrieren können.


Die Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Aline ist dabei ein fester Bestandteil der Produktion. Gemeinsam sorgen wir für einen Ablauf, der für alle Beteiligten verlässlich ist – und der jedes Jahr aufs Neue zeigt, wie wertvoll Teamarbeit und Kontinuität im kreativen Prozess sind.


Ich freue mich jedes Jahr wieder, Teil dieser Produktion zu sein.




Mitwirkende


Anna Heinecke, Bernadette Heinrich, Elza Loginova, Jingjing Ma, Lea Krüger, Leonor de Pereira Pinto, Miriam Stelzer, Patrizia Pfauth, Sophie Hunold, Theresa Bertrand, Andy Haberer, David Rother, Jens Martens, Johannes Arzt, Johannes Blank, Jonathan Schlittenhard, Luis Denzel, Peter Kist, Sören Thiemann, Wei Chieh Tai und viele weitere Studierende aller Gesangsklassen, Orchester der Hochschule für Musik Freiburg


Musikalische Leitung:

Marius Stieghorst


Musikalische Assistenz:

Godeleine Catalan, Jiantao Yu


Choreinstudierung:

Dariia Holiatina, Pauline Moulin-Klimoff


Korrepetition:

Kyeongseo Lee, Fridolin Bosse


Produktionsleitung:

Eva Kirchner


Szenische Leitung:

Alexander Schulin, Fabian Lüdicke, Juliane Hollerbach, Emma-Louise Jordan


Maskenbild:

Aline Manyas, Faye Ryan


Fotos: Maurice Korbel

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